Es ist wieder so spannend ...

Nun ist wieder warten und hoffen angesagt …

Am Dienstag, den 15.12.2020 hatte Jivana ein Tête-à-Tête 

mit dem schönen Deckrüden Wa-lu Jam-bu von Nama schu.

Wir waren uns sicher, dass der Deckzeitpunkt richtig war, so sagten es nämlich die Progesteronwerte. Der Bräutigam war freundlich, nett, erfahren und ließ nicht locker. Leider hatten wir selten das Gefühl, dass Jivana  sichtlich Freude bei ihrem Date hatte. Es ging insgesamt betrachtet äußerst turbulent zu und es ist fraglich, ob dieser Deckakt Früchte trägt. Da es eher unwahrscheinlich ist, beginnen wir mit dem Trächtigkeitskalender auch erst nach dem Ultraschall, wenn wir sicher sind, dass Jivi Babys bekommt. Trotzdem stellen wir aber die wichtigsten Stationen einer Belegung in Wort und Bild dar.

 

1. - 3. Tag 

Nach dem Deckakt wandern die Spermien durch den Muttermund und den Uterus aufwärts.

 

2.- 4. Tag

Die Spermien wandern weiter zu den Eileitern. Die Befruchtung der Eizellen findet dann in der Eileiterampulle statt und ist damit abgeschlossen, wenn der Kopf eindringt und der Schwanz abgestoßen wird.

 

Das Gewicht zum Deckzeitpunkt betrug bei Jivi 8,5 kg.

 

Dringt der Kopf in die Eizelle, ist die Befruchtung abgeschlossen. Der Schwanz wird abgestoßen. Die Hündin wird weiterhin normal gefüttert und bewegt. Sie sollte nicht mit Insektiziden behandelt werden und auch keine Impfung erhalten.

 

4.- 8. Tag

 Die Eizellen teilen sich nun täglich im mittleren Eileiterabschnitt. Zweizell-Stadium, Vierzell-Stadium usw. = frühembryonale Teilungsstadien. Am Ende sehen sie aus wie winzige Brombeeren.

 

8.- 9. Tag 

 Die Eizellen entwickeln sich zu Blastozysten und suchen sich allmählich den Weg in die Gebärmutter. Die Maulbeerkeime wandern jetzt in die Gebärmutterhörner  ( Uterus ) Bei der Hündin geht nun die Läufigkeit ganz normal zu Ende.

 

10. - 15. Tag

Die sich weiter teilenden Embryonen sind jetzt 1mm groß und liegen zunächst für ca. 5 – 7 Tage frei und unregelmäßig in der Gebärmutter. Danach verteilen sie sich gleichmäßig in den Gebärmutterhörnern und suchen Kontakt zur Gebärmutterschleimhaut. Sie nisten sich ein, indem sie `Wurzeln schlagen` (Nidation) . Nun beginnt die eigentliche Trächtigkeit mit Beginn der 3. Woche. Sollten es zu viele befruchtete Eier sein, lässt die Natur sie absterben, bis die Platzverhältnisse geregelt sind. Die abgestorbenen Föten werden gefahrlos resorbiert.

 

15. - 17. Tag

 Haben sich die „Maulbeeren" in der Gebärmutter eingenistet,  ( Nidation ), werden beim Embryo Kopf, Körper, Wirbelsäule und das zentrale Nervensystem angelegt. Die Größe beträgt nun ca. 2 mm.

 

18.- 20. Tag

 Sobald die Embryonen sich in der Gebärmutter eingenistet haben, beginnt die Ausbildung der Plazenta. Sie bildet am Ende einen gürtelförmigen Ring um den Keimling, der nun eine bohnenförmige Gestalt angenommen hat und ca. 4mm groß ist. Jeder Embryo hat nun seinen festen Platz und einen eigenen Blutkreislauf. Manchen Hündinnen ist um diese Zeit schlecht und sie fressen nicht, denn die Stoffwechselprodukte der Keimlinge rufen zu Beginn eine gewisse Unverträglichkeit hervor. In der Regel ist diese Fressunlust nur von kurzer Dauer, sie kann ½ Tag bis zu drei Tagen betragen. Die Hündin ist in dieser Zeit sehr anhänglich.

 

Jivi zeigte häufiger mal Fressunlust aber vom Decktag bis heute mundete es ihr sehr  gut. Nur seit heute früh ist ihr wohl sehr übel, sie erbrach heute schon Gras und Stöckchen - die sie immer noch gerne kaut - und klaren bis gelblichen Schleim.

 

Anhänglich ist unsere Maus eigentlich immer, im Augenblick möchte sie am liebsten jede Sekunde bei mir sein und auf meinem Bauch den Tag verträumen und verschlafen.

 

Bei der Gewichtsüberprüfung stellte sich heraus, dass sie ein wenig zugenommen hat - über 100 g -.

Ich denke, wir warten die nächsten Tage noch mal ab, aber dann muss sie wieder Appetit bekommen.

 

Beim Spaziergang heute Morgen blitzten so klitzekleine Schleimtröpfchen in der Sonne. DAS Zeichen, worauf jeder Züchter wartet, vielleicht 1-2 Tage zu früh - aber vielversprechend !!!!?????

 

 21.- 24. Tag

Die Ausbildung der Plazenta ist nun abgeschlossen. Die Embryonen hängen an der Nabelschnur wie ein Raumfahrer im Weltraum und sie bewegen sich frei in einer doppelten Fruchtwasserblase. Dadurch ist jeder Embryo äußerst stoßgesichert. In den nächsten Wochen macht der Keimling die gesamte Entwicklungsgeschichte von der Urzelle bis zum Welpen durch, gut geschützt in den Uterushörnern und völlig isoliert von den anderen Embryonen in den einzelnen Fruchtkammern. Am Ende dieser Embryonalperiode sind beim Hund alle wichtigen Organsysteme angelegt, die endgültige Körperform ist bereits in ihren Grundzügen erkennbar. Man spricht nicht mehr vom Embryo, sondern vom Fötus. Sterben die Fruchtanlagen bis zum 28. Trächtigkeitstag ab, werden sie meist unauffällig resorbiert. Bis zur Ultraschalluntersuchung sind zur Trächtigkeitsdiagnose nur die Wesensveränderung der Hündin heranzuziehen

 

- besondere Anhänglichkeit

- verträumter, verklärter Blick

- besondere Müdigkeit

- sinkendes Spielbedürfnis

- Bedürfnis nach Wärme

- gesteigertes Fressbedürfnis

- Übelkeit usw.

 

Aber auch bei einer scheinträchtigen Hündin sind all diese Merkmale zu beobachten. Das einzige sichere Indiz einer  Trächtigkeit ist die Tatsache, dass die Hündin zähflüssigen klaren bis milchig trüben Schleim absondern kann. Das ist dann ein sicheres Zeichen für eine Trächtigkeit, auf das jeder Züchter sehnsüchtig wartet. 

  

Jivi zeigt alle oben aufgeführten Attribute und nach jedem Gassigang wird noch einmal besonders die Scham kontrolliert, wir schauen immer wieder nach dem zähflüssigen Schleim. Mehrmals haben wir ihn wahrgenommen und oftmals sind auch Ansätze von Tröpfchen erkennbar, die man so deuten könnte.

 

Jivi stellt unsere Geduld wieder auf eine harte Probe. Sie frisst so gut wie nichts und hat eher ab- als zugenommen. Aktuell wiegt sie 8,4 kg. Vielleicht sind ja kleine Tibibabys im Bauch, dann müsste sie aber bald etwas futtern. Mal schauen, ob und wie viele Babys sich in ihrer kleinen Plauze verstecken ???

 

Am Dienstag wird Jivi ihr Geheimnis preisgeben, denn dann haben wir einen Termin bei unserer Tierärztin, sie wird schallen!

Wir wünschen uns so sehr, dass es nur noch eine Formsache ist, dass Jivi und Jambu  Babys bekommen. Aber kaum ein Anzeichen spricht dafür!!!!! Lediglich ihre Haare sind tief schwarz und unsere Maus sieht z.Zt. besonders hübsch aus.

 

Vom Deckzeitpunkt bis zum Ultraschall

Tag 24 Ultraschall

Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr in den dunklen Fruchtkammern schon euer Baby

Samstag, 09.01. bis Dienstag, 12.01. 25.- 28. Tag

Zu sehen ist in den dunklen Fruchthüllen, dass die Ausbildung der Plazenta nun abgeschlossen ist. Man sieht die Embryonen wie sie an der Nabelschnur wie ein Raumfahrer im Weltraum hängen und sich frei in der doppelten Fruchtwasserblase bewegen. Dadurch ist jeder Embryo äußerst stoßgesichert. In den nächsten Wochen macht der Keimling die gesamte Entwicklungsgeschichte von der Urzelle bis zum Welpen durch, gut geschützt in den Uterushörnern und völlig isoliert von den anderen Embryonen. Am Ende dieser Embryonalperiode sind beim Hund alle wichtigen Organsysteme angelegt, die endgültige Körperform ist bereits in ihren Grundzügen erkennbar. Man spricht nicht mehr vom Embryo, sondern vom Fötus. Bei der Hündin beginnen sich die Zitzen aufzurichten und sie färben sich rosa, wenn der Deckakt erfolgreich war. In dieser Zeit sind die Föten stark defektgefährdet, weil die Nervenstränge im Rückenmark gebildet werden und die Organe sich langsam entwickeln. Die Kleinen sind nun etwa walnussgroß.

Dienstag, 12.01. bis Dienstag, 19.01. 28.- 35. Tag

Der Fötus durchläuft besonders am 31. / 32. Tag noch mal eine spannende und heikle Entwicklung. Es kommt zum so genannten Nabelbruch, d.h. der Darm wird kurzzeitig aus der Körperhöhle verlagert um schneller wachsen zu können. Bis zum 33. Tag wachsen die Fruchtampullen zusammen. 

Zunächst zeigt die Gebärmutter oviole Fruchtampullen , die um den 33. bis 35. Tag „zusammenfließen“ und zu Schläuchen auswachsen. Die Gebärmutter faltet sich, da der Platzbedarf der Welpen enorm ist.

Achtung! Um den 35. Tag ist die Organogenese (Organbildung) bei den Welpen abgeschlossen. Bis dahin sind die Welpen äußerst empfindlich für äußere Einwirkungen wie Medikamente (z.B. auch Wurmkuren!), Impfungen, Röntgenstrahlen, Vitaminmangel und –überversorgung, Überhitzung (z.B. im Auto) und Umweltschadstoffe (z.B. Düngemittel in Pfützen), da der Fötus durch die Nabelvene und -arterie direkt mit der Mutter verbunden ist. Auf negative Einflüsse auf die Hündin sollte man deshalb in dieser Zeit ein besonderes Augenmerk richten, da es sonst zu Fehlbildungen oder zum Absterben der Föten kommen kann!

 

In der 5. Woche steigt das Gewicht stetig an, die Feten beginnen sich zu drehen und die Hündin zieht ihre Beine nicht mehr gerne an. 

 

Die Fetalperiode ist durch die Ausdifferenzierung der Organe und das schnelle Wachstum der Welpen gekennzeichnet. Die Augenlider sind ausgebildet, die Ohrmuschel bedeckt den Gehörgang, die Finger separieren sich, das männliche Genital ist erkennbar und die fünf Zitzenpaare ebenso. Die Föten sehen nun aus wie kleine Hunde, Kopf und Rumpf sind unterscheidbar. Auch die Fellfarbe beginnt sich in diesem frühen Stadium zu entwickeln. Die Barthaare und Krallen wachsen jetzt auch. Mit dem Stetoskop sind die Herztöne nun hörbar, beim Ultraschall sind sie nicht mehr zu identifizieren aufgrund der ansteigenden Flüssigkeit. Die Hündin nimmt an Bauchumfang zu. Die Zitzen schwellen an und werden dunkler.