Warum Clickertraining?

WARUM ein Clicker???

 

Während meiner pädagogischen Ausbildung beschäftigte ich mich mit  vielen Lerntheorien u.a. auch mit der von B.F. Skinner, einer der Pioniere in der Lernforschung. Er hat im 2. Weltkrieg Tauben für den Kriegsdienst ausgebildet, indem er pickende Tauben mit Futter belohnt hat und dadurch das gezeigte Verhalten verstärkt und zu Höchstleistungen angeregt hat.

Auch heute wird auf positive und unmittelbare Verstärkung in den Lerntheorien hingewiesen und ist in der Hundeausbildung ein probates Mittel.

 

WAS ist ein Clicker???

 

Der Clicker ist ein harmloser kleiner Knallfrosch, der betätigt wird, um ein gerade gezeigtes Verhalten zu verstärken, indem nach dem Click eine Futterbelohnung folgt.

Ein Hund lernt, dass eine zunächst eher zufällig gezeigte Verhaltensweise für ihn eine überaus angenehme Folge hat. Futter, Lob, Streicheln, Spielen, Aufmerksamkeit – all das erfährt er, wenn er sie zeigt. Welch wunderbare Perspektiven für einen Hund!

 

WIE geht das mit dem Clicker?

 

Positive Verstärkung bei einem Hund muss schnell, präzise und unmittelbar erfolgen, um die Belohnung (nach 0,7 Sekunden) mit der gezeigten Handlung zu verknüpfen, also Wirkung zu zeigen. Unsere Reflexe reichen da bei weitem nicht aus, so bedient man sich eines Hilfsmittels, des Clickers.

Ein Click ertönt und der Hund lernt, das soeben gezeigte Verhalten war richtig,

 

AUFBAU des Clickertrainings

  • Das „Einclickern“ geht schnell und ist unspektakulär: In einem ablenkungsfreien Raum wird geclickt, und jedem Click folgt direkt ein Leckerchen – der Hund muss hier noch rein gar nichts dafür tun. Das Ganze geschieht in schneller Folge, ohne Unterbrechung – Click, Leckerchen, Click, Leckerchen.

  • Ist das Clickern positiv besetzt kann man alle Möglichen und Unmöglichen Verhaltensweisen trainieren. Korrekturen sind im Clickertraining fehl am Platz. Macht der Hund nicht das Gewünschte, bekommt er einfach keinen Click – fertig.

  • Im Alltag hat sich ein Kommando zum Beginn des Trainings und eines zum Abschluss bewährt. So weiß der Hund genau, wann Kreativität und Aktionismus erwünscht sind, und kommt nicht in Versuchung, den lieben langen Tag lang Vorschläge zu unterbreiten, die man vielleicht gar nicht lustig finde.

  • Auch ein zufällig gezeigtes Verhalten kann eingefangen und abrufbar gemacht werden – ein Unterfangen, das mit konventionellen Ausbildungsmethoden schwierig sein dürfte.  

Gerüstet und gut vorbereitet habe ich für mich und meine Hunde verschiedene Sportarten ausgewählt.