24.09.2021

Unsere Hochzeiten

 

Wieder spannend und turbulent bei den E`Ka-yana`s 

 

Nach einer sehr traurigen Zeit, in der unsere beiden Oldies - die allerersten Tibis unserer Zucht - die Reise in das Land hinter dem Regenbogen angetreten sind, geben wir zwei unserer Hündinnen die Chance, wieder Babys zu haben. Wir hoffen, dass die Deckzeitpunkte richtig waren, und warten und hoffen auf die Ergebnisse beim Ultraschall.

 

Jivana hatte am Donnerstag, den 09.09.2021 

 ein Tête-à-Tête 

mit dem schönen Deckrüden Alan Ba-lu von Nama-schu.

 

Mayla hatte hatte am Freitag, den 24.09.2021 

 ein Tête-à-Tête 

mit dem schönen Deckrüden Mo Shu Vishnu.

 

Nun halten wir noch mal eben das aktuelle Gewicht der beiden Hündinnen fest und messen den Bauchumfang hinter dem letzten Rippenbogen. Bei 39 cm wiegt Jivi 9,5 kg, 35 cm beträgt der Bauchumfang. Mayla ist 38 cm hoch, wiegt 10,7 kg und ihr Bauchumfang beträgt 38 cm.

 

Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Stationen der Trächtigkeit.

   

Nach dem ersten erfolgreichen Deckakt wandern die Spermien durch den Muttermund und den Uterus aufwärts. Sie bewegen sich noch fernab der Gebärmutterschleimhaut und wandern im Uterus hin und her. 

 

Dann wandern die Spermien weiter zu den Eileitern. Die Befruchtung der Eizellen findet dann in der Eileiterampulle statt und ist damit abgeschlossen, wenn der Kopf eindringt und der Schwanz abgestoßen wird. Die beiden Zellkerne bewegen sich aufeinander zu , vereinigen sich zu einem neuen Zellkern mit doppeltem, vollständigem Chromosomensatz.

Dringt der Kopf in die Eizelle, ist die Befruchtung abgeschlossen. Der Schwanz wird abgestoßen. Die Hündin wird weiterhin normal gefüttert und bewegt. Sie sollte nicht mit Insektiziden behandelt werden und auch keine Impfung erhalten.

 

Die Eizellen teilen sich nun täglich im mittleren Eileiterabschnitt. Zweizell-Stadium, Vierzell-Stadium usw. = frühembryonale Teilungsstadien, man spricht auch von einer Zygote. Die ersten Teilungsstadien sind etwa einen zehntel Millimeter groß. Am Ende sehen sie aus wie winzige Brombeeren.

 

 Die Eizellen entwickeln sich zu Blastozysten und suchen sich allmählich den Weg in die Gebärmutter. Im Maulbeerkeimstadium (Morula) findet weiterhin eine zelluläre Teilung statt. Dabei wird Gelbkörper produziert, um die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizellen vorzubereiten. Die Maulbeerkeime wandern jetzt in die Gebärmutterhörner  ( Uterus ) Bei der Hündin geht nun die Läufigkeit ganz normal zu Ende.

 

Die sich weiter teilenden Embryonen sind jetzt 1mm groß und liegen zunächst für ca. 5 – 7 Tage frei und unregelmäßig in der Gebärmutter. Sie haben jetzt die Form eines Hohlkörpers  Danach verteilen sie sich gleichmäßig in den Gebärmutterhörnern und suchen Kontakt zur Gebärmutterschleimhaut. Sie nisten sich ein, indem sie `Wurzeln schlagen` (Nidation) . Nun beginnt die eigentliche Trächtigkeit mit Beginn der 3. Woche. Sollten es zu viele befruchtete Eier sein, lässt die Natur sie absterben, bis die Platzverhältnisse geregelt sind. Die abgestorbenen Föten werden gefahrlos resorbiert.

... die ersten 14 Tage im Bild

Samstag 09.10.2021 bis Montag 11.10.2021 der 15. - 17. Tag

Haben sich die „Maulbeeren" in der Gebärmutter eingenistet,  ( Nidation ), werden beim Embryo Kopf, Körper, Wirbelsäule und das zentrale Nervensystem angelegt. Die Größe beträgt nun ca. 2 mm.

Dienstag, 12.10.2021 - Donnerstag, 14.10.2021  18.- 20. Tag

Sobald die Embryonen sich in den Gebärmutterhörnern eingenistet haben, beginnt die Ausbildung der Plazenta. Sie bildet am Ende einen gürtelförmigen Ring um den Keimling, der nun eine bohnenförmige Gestalt angenommen hat und ca. 4mm groß ist. Jeder Embryo hat nun seinen festen Platz und einen eigenen Blutkreislauf. Die Gehirnanlagen sind auch schon vorhanden. Manchen Hündinnen ist um diese Zeit schlecht und sie fressen nicht, denn die Stoffwechselprodukte der Keimlinge rufen zu Beginn eine gewisse Unverträglichkeit hervor. In der Regel ist diese Fressunlust nur von kurzer Dauer, sie kann ½ Tag bis zu drei Tagen betragen. Die Hündin ist in dieser Zeit sehr anhänglich.

Freitag, 15.10.2021 - Sonntag, 17.10.2021  21.- 23. Tag

Die Größe der Embryonen beträgt etwa 5 mm. Die Ausbildung des Kopfes beginnt und es bilden sich winzige Knospen aus denen sich dann die Vorderbeine entwickeln. Ebenso beginnt die Entwicklung des Herzens. Ab jetzt sind die Embryonen sichtbar. Der Herzschlag kann zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden. Ab dem 21. Tag sondern viele Hündinnen zähflüssigen, klaren Schleim ab.

 

Der Hormonhaushalt und der Stoffwechsel der Hündin stellt sich nun auf die veränderten Ansprüche ein, nun kann sich auch ihr Verhalten ändern. Sie schläft mehr und ist jetzt besonders anhänglich. Die Futtermenge und die Bewegung bleiben so wie vor der Bedeckung, man könnte eventuell mehrmals am Tage kleinere Mahlzeiten verabreichen, um der Übelkeit entgegenzuwirken.

Mayla zeigt bisher keinerlei Fressunlust, es mundet ihr nach wie vor gut.

Anhänglich ist unsere Maus eigentlich immer, im Augenblick möchte sie am liebsten jede Sekunde bei mir sein und auf meinem Bauch den Tag verträumen und verschlafen. Sie kuschelt auch gerne mit ihren Freundinnen Jivana, Eshana und mit ihrer Mama E`Na-ya. Sie schläft bedeutend mehr als früher.

 

Bei der Gewichtsüberprüfung stellte sich heraus, dass sie ein wenig zugenommen hat - ca. 300g -. Der Bauchumfang ist gleich geblieben.

 

 

Aber beim Spaziergang heute Morgen blitzten so klitzekleine Schleimtröpfchen in der Sonne. DAS Zeichen, worauf jeder Züchter wartet, vielleicht 1-2 Tage zu früh - aber vielversprechend !!!!?????

Am Mittwoch wird Mayla ihr Geheimnis preisgeben, denn dann haben wir einen Termin bei unserer Tierärztin, sie wird schallen!

Wir wünschen uns so sehr, dass es nur noch eine Formsache ist, an manchen Tagen sind wir uns alle ziemlich sicher, dass Mayla und Vishnu  Babys bekommen. Viele Anzeichen sprechen dafür!!!!! Drückt uns bitte alle die Daumen!

JAAAAAAAAAAAA

 

... wir bekommen Babys ...

 

Seht nur, die kleinen Tibi-Babys, wie sie im Bauch heran wachsen.

Montag, 18.10. - Freitag, 22.10.  24.- 28. Tag

Die Ausbildung der Plazenta ist nun abgeschlossen. Die Embryonen hängen an der Nabelschnur wie ein Raumfahrer im Weltraum und sie bewegen sich frei in einer doppelten Fruchtwasserblase. Dadurch ist jeder Embryo äußerst stoßgesichert. In den nächsten Wochen macht der Keimling die gesamte Entwicklungsgeschichte von der Urzelle bis zum Welpen durch, gut geschützt in den Uterushörnern und völlig isoliert von den anderen Embryonen in den einzelnen Fruchtkammern. Nach der Entwicklung der Vorderbeine entwickeln sich einen Tag später die Hinterbeine, die Augen werden angelegt, die Riemenbögen, die Herzwulst, und die Urwirbel. Am Ende dieser Embryonalperiode sind beim Hund alle wichtigen Organsysteme angelegt, die endgültige Körperform ist bereits in ihren Grundzügen erkennbar und die Gesichter nehmen Gestalt an.  Der Embryo beginnt nun den Kopf nach vorne zu neigen und rollt sich in die klassische Fötenstellung. Zuerst bildet sich das Neuralohr, der Vorläufer des Gehirns und Rückenmarks. Die fötale Zirkulation entwickelt sich und das Herz schlägt. Von nun an spricht man nicht mehr vom Embryo, sondern vom Fötus. Sterben die Fruchtanlagen bis zum 28. Trächtigkeitstag ab, werden sie meist unauffällig resorbiert. Bis zur Ultraschalluntersuchung sind zur Trächtigkeitsdiagnose nur die Wesensveränderung der Hündin heranzuziehen

 

- besondere Anhänglichkeit

- verträumter, verklärter Blick

- besondere Müdigkeit

- sinkendes Spielbedürfnis

- Bedürfnis nach Wärme

- gesteigertes Fressbedürfnis 

- Übelkeit usw.

 

Aber auch bei einer scheinträchtigen Hündin sind all diese Merkmale zu beobachten. Das einzige sichere Indiz einer  Trächtigkeit ist die Tatsache, dass die Hündin zähflüssigen klaren bis milchig trüben Schleim absondern kann. Das ist dann ein sicheres Zeichen für eine Trächtigkeit, auf das jeder Züchter sehnsüchtig wartet. Ferner beginnen sich die Zitzen bei der Hündin aufzurichten und färben sich rosa wenn der Deckakt erfolgreich war. Ab dem 22. Tag sind die Embryonen beim Ultraschall sichtbar und der Herzschlag kann zur Diagnose herangezogen werden. In dieser Zeit sind sie stark defektgefährdet, weil die Nervenstränge im Rückenmark gebildet werden und die Organe sich langsam entwickeln. Ohren, Augenhüllen und Tasthaare entwickeln sich. Beine, Pfoten und Zehen (noch schwimmhäutig) sind zu erkennen. Die Kleinen sind etwa walnussgroß und sehr stark defektgefährdet. Die Hündin muss entsprechend sorgfältig geschützt und betreut werden.